Der Landbote
Ausgabe vom 12.Januar 2008 (Forum)
Bemerkungen 1
- "... die Angehörigen zeigten vielleicht zu wenig Verständnis, um die Situation der Krankheit richtig beurteilen zu können" --> die Schwiegertochter ist (selbständige) Krankenschwester und diplomierte Wundexpertin. Das ist eben gerade das Problem, denn normalerweise merken die Angehörigen nicht, was in der Pflege alles schief läuft!
- "... die vielen Medikamente waren nicht nur schmerzlindernd, sondern auch auf die Beschwerden angepasst" --> wer sagts denn: Aussage einer Person, die die Situation nicht kennt und die fachliche Kompetenz hinterfragt werden muss (hat in der Pflegeabteilung gearbeitet?!). Bei täglich 11 Schmerztabletten (neben 10 weiteren Tabletten täglich und dies über Monate) müssten sofort die Alarmglocken läuten. Es ist bewiesen, dass schon bei 4 verschiedenen Tabletten die Nebenwirkungen nicht mehr kontrollierbar sind. Zudem dürfen die verabreichten Schmerztabletten nicht über längere Zeit eingenommen werden (die Leber wird angegriffen).
- "... eine Kündigung ohne vorausgegangene intensive Gespräche kann ich mir nicht vorstellen" --> so kann man sich täuschen, glauben alleine genügt nicht ... auch wir konnten uns dies nicht vorstellen und waren völlig perplex. Schade, dass die Verfasserin sich nur auf Vermutungen beruft!
Bemerkungen 2
Der Leserbrief von Hanni Gloor (Zell) zeigt einmal mehr, dass der Rechtsstreit und
der Ruf des Spiegels in Rikon in den Vordergrund gestellt wird, anstatt einen
adäquaten Umgang mit älteren Menschen und deren Angehörigen zu pflegen.
Bei all den Vorfällen, die wir als Angehörige bezüglich Umgang erlebt
haben, kann wohl kaum von einer sinnvollen, kooperativen und kundenorientierten
Gesprächskultur des Alters- und Pflegeheims Spiegel gesprochen werden. Da
genügt es nicht, wenn Frau Hanni Gloor "glaubt", die Gesprächskultur sei gut.
Etwas sagen oder in einem Leitbild schreiben, heisst nicht, dass gesagtes und
geschriebenes auch gelebt wird dies haben wir als Angehörige hautnah erlebt.
Dass die Kündigung überraschend und ohne Begründung erfolgte, Zitat: "Wir
müssen die Kündigung nicht begründen", ist eine Tatsache und lässt an
der Beurteilungsfähigkeit von Frau Gloor über die tatsächlich
vorgefallenen Ereignisse zweifeln. Der Druck lastete nicht auf dem Pflegepersonal
sondern auf der Heim- und Pflegedienstleitung, die unserer Meinung nach keine Bereitschaft zeigte, mit
den Angehörigen zusammenzuarbeiten und am liebsten gleich selber bestimmt, was
mit den Kunden und Kundinnen (Pensionären) zu geschehen hat.
Im Rechtsstreit der darauf
folgte, ging es vor allem darum, die Bewohner von Altersheimen künftig vor
unrechtmässigen Kündigungen zu schützen. Das muss das Ziel sein. Es geht
nicht an, das die Gesellschaft so mit unseren älteren und verdienten Menschen
umgeht und ihnen sämtliche Rechte aberkannt, bloss weil sie alt sind und sich
nur schwer wehren können.